Nur noch kurz….

… vielleicht nicht die Welt retten, aber die Wäsche in die Waschmaschine stopfen, den Müll rausbringen, die Betten machen, … die Liste ließe sich endlos fortsetzen. Und was bleibt dabei regelmäßig auf der Strecke?
Genau. Die Yogapraxis für mich. Yoga tut mir gut, keine Frage. Warum gönne ich mir dann so wenig davon? Entschuldigungen sind schnell gefunden: der Alltag mit drei Kindern, irgendwas ist da immer. Aber warum stelle ich mein persönliches Wohlbefinden eigentlich immer hintenan? Dabei haben doch alle Familienmitglieder etwas davon, wenn es mir gut geht.
Thich Nhat Hanh sagt:
„Wenn du gut für deine Kinder sorgen willst, sorge gut für dich selbst.“
Ja! Genauso ist es! Möchte ich rufen und eilig und direkten Weges auf meine Yogamatte stürmen. Leider führt mein Weg am überquellenden Wäschekorb vorbei…

Wäschekorb
Am besten klingt dieses „nur noch kurz oder schnell…“ für mich auf schwäbisch: „nur noch g´schwind“. Das ist doch so schnell, quasi Lichtgeschwindigkeit, das nimmt doch gar keine Zeit in Anspruch! Aber gemäß „Arbeit zieht immer Arbeit nach sich.“, bleibt es dann eben nicht bei dieser einen Sache und die Yogamatte ist irgendwann im Alltagstrubel vergessen.
Hier hilft im Grunde nur, der Yogapraxis einen festen Platz einzuräumen. Und das vor allem nicht nur im räumlichen, sondern vor allem auch im zeitlichen Sinn. So seltsam es klingen mag: die Yogapraxis als Termin einplanen, am besten sogar in den Terminkalender eintragen.
Die Königsdisziplin besteht natürlich darin, Yoga zu leben, nicht nur auf der Matte die asana und karana auszuführen und mit etwas mehr Wohlgefühl wieder zurück in den Alltag zu fallen. Yoga- der Zustand der Einheit. Eins sein mit dem, was ich gerade tue. Mit etwas Fantasie kann dann aus dem Wäsche aufhängen ein karana, ein mit Achtsamkeit ausgeführter Bewegungsablauf werden:
Vorbeuge- Wäschestück aufnehmen. Aufrichten und sanfte Rückbeuge- Wäschestück aufhängen. Kombiniert mit der entsprechenden Atmung habe ich schon eine Mini-Praxis. Wenn´s mal wieder nicht geklappt hat, bis zur Yogamatte vorzudringen.

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